Ingenieursdienstleistungen
Mein Schwerpunkt im Anlagenbau liegt in den Bereichen:
Technische Gase, Wasserstoffanlagen, Sauerstoffanlagen, Probenahmesysteme, Hochdruckanalgen und Druckregelung
Mein Angebot richtet sich an Planer, OEM und Betreiber von Anlagen im Bereich Konzipierung von Anlagen und Systemen sowie Auslegung, Berechnung und Auswahl von Fluidsystemkomponenten.
Meine Planungsleistungen umfassen:
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Anlagenkonzeptionierung
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Anlagenoptimierung (Design Review)
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Verfahrensfließbilder
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Komponenten- und Bauteilliste
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Auswahl der Lieferanten / Einholen von Angeboten
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Lieferantengespräche
Benötigen Sie gelegentlich Unterstützung bei Ihren Projekten?
Ich biete temporäre Projektunterstützung im Fachgebiet Technische Gase an.
Mein Schwerpunkt liegt im Bereich Wasserstoff, Sauerstoff, Ammoniak und inerte Gase
Ich verfüge über u.a. Erfahrung in folgenden Projektbereichen:
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Wasserstoffversorgung von Prüfständen
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Technische Gasversorgungen in der Industrie
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Elektrolyseur – H2 Speicherung – H2 Nutzung in Brennstoffzellen
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Sauerstoffeindüsung in Wasserswerken
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Abblaseleitungen für Wasserstoff / Sauerstoff
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Druckregelpanel / Umschaltstationen / Gasflaschenschränke / Bündelstationen
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Design Review bezüglich ASTM B31.12 / CAN 1784-000 / EIGA / IGC
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Design Review Industriegasversorgungen
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Ammoniakanlagen
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Einhalten von Reinheitsanforderungen
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Einhalten von Technisch dauerhaft gem. TRGS 500 / TRGS 722
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Analyseanlagen zu Qualitätssicherung
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Hochdruckanlagen ab 400 bar
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Hochdruckanlagen ab 1000 bar
Sauerstoffanlagen
Sauerstoffanlagen zählen zu den Systemen, von denen ein großes Gefahrenpotential ausgeht. Gemäß Verbrennungsdreieck benötigt man Sauerstoff, Brennstoff und eine Zündquelle, damit es zu einem Verbrennungsprozess kommen kann. Da Sauerstoff in Sauerstoffanlagen zwangsläufig vorhanden ist, bleiben nur noch zwei Faktoren, auf die man sich zur Vermeidung eines Brandes konzentrieren kann.
Ab welcher Sauerstoffkonzentration spricht man eigentlich von einer Sauerstoffanlage? Industrieübergreifend wurde festgelegt, dass man Anlagen ab einer Sauerstoffkonzentration von 23,5 % als Sauerstoffsystem bezeichnet. Generell erhöht sich die Gefahr, die von einer Sauerstoffanlage ausgeht, mit steigender Konzentration, Temperatur, Strömungsgeschwindigkeit und steigendem Druck.
Bei der Auslegung einer Sauerstoffanlage müssen viele Faktoren berücksichtigt werden:
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Wie sind die Biegungen der Rohrleitungen ausgeführt?
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Wurden Aufprallzonen vermieden?
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Wurde der entsprechende Reinheitsgrad bei Auswahl und Zusammenbau eingehalten?
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Wie sollten Rohre und Verschraubungen für Sauerstoff behandelt, verarbeitet, gereinigt und verpackt sein?
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Welcher Restfettgehalt ist zulässig?
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Welche Materialien sind für Sauerstoffanlagen zulässig?
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Wie kann konstruktiv verhindert werden, dass es zu einer Zündung im Sauerstoffsystem (Zündenergie) kommen kann?
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Welche maximalen Strömungsgeschwindigkeiten abhängig vom Druck dürfen nicht überschritten werden?
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Welchen Einfluss haben Sauerstoffkonzentration, Systemdruck, Temperatur, brennbare Materialien, Partikel, Strömungsgeschwindigkeit, Aufprallzonen und Reinigungsstandard auf die Sicherheit der Anlage?
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Welche Abdichtmaterialien sind erlaubt?
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Was ist der LOI Index?
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Welche Ventilarten (Bauformen) sind zu bevorzugen?
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Was ist Druckerhitzung? (Adiabate Kompression in Sauerstoffsystemen)
Wasserstoffanlagen
Wasserstoffanlagen zählen zu den Systemen, von denen ein großes Gefahrenpotential ausgeht. Ein zündfähiges Gemisch liegt im Bereich von 4 bis 76 Volumenprozent (Vol.-%) Wasserstoff vor. Der sichere Umgang mit Rohren, Verschraubungen, Ventilen und Fluidsystemkomponenten erfordert spezifische Kenntnisse.
Bei der Auslegung einer Wasserstoffanlage müssen viele Faktoren berücksichtigt werden:
• Welche Edelstähle sind für Wasserstoffsysteme geeignet?
• Welche Dichtmaterialien können verwendet werden?
• Wie sollten Bauteile für Wasserstoffanlagen gereinigt und verpackt sein?
• Welcher Restfettgehalt ist bei verschiedenen Anwendungen zulässig?
• Nach welchen Kriterien wählt man Bauteile für Wasserstoffsysteme aus?
• Wie bewerte ich "Technisch dauerhaft dicht" nach TRGS 500?
Technisch Dauerhaft Dicht
"Technisch dichte Anlagenteile“ werden nach der TRBS 722 wie folgt definiert:
Anlagenteile gelten als technisch dicht, wenn bei einer für den Anwendungsfall geeigneten Dichtheitsprüfung oder Dichtheitsüberwachung mit schaumbildenden Mitteln oder mit Lecksuchgeräten eine Undichtheit nicht feststellbar ist.
Anlagenteile gelten als "technisch dauerhaft dicht", wenn sie so ausgeführt sind, dass sie aufgrund ihrer Konstruktion technisch dicht bleiben oder ihre technische Dichtheit durch Wartung und Überwachung ständig gewährleistet wird.
Um z.B. eine Wasserstoffanlage hinsichtlich ihrer technisch dauerhaften Dichtigkeit zu bewerten, kann folgende Vorgehensweise nach TRGS 500 herangezogen werden:
- Beschreibung der Anlage
- Abgrenzung zu anderen Anlagen.
- Jedes Bauteil wird hinsichtlich seiner Dichtigkeit bewertet
- Jedem Bauteil wird ein Verfahrensindex zugeordnet
- Die Anlage als Gesamtes wird nach dem Bauteil mit dem höchsten Verfahrensindex eingestuft
- Anlagen mit einem Index größer als 0,5 sind zusätzlich zu qualifizieren
Hochdruckanlagen
Wann spricht man eigentlich von Hochdruckanlagen?
Je nach Branche ist die Meinung darüber sehr unterschiedlich. In manchen Gewerken ist jeder Druck ab 16 bar als Hochdruck eingestuft. Im Öl- und Gasbereich oder in der Hydraulik versteht man unter hohem Druck einige hundert bar. Prüfstände im Bereich Automotive reichen bis 2000 bar und teilweise mehr. Beim Wasserstrahlschneiden ist bei 2000 bar die Grenze noch lange nicht erreicht.
Je nach Rohrdimension ändert sich ab spätestens 700 bar definitiv die Auslegung, Betrachtung und Dimensionierung ihrer Anlage. Die Auswahl an möglichen Anlagenkomponenten ist erheblich eingeschränkt. Bauteile mit ISO oder M Gewinde liegen unterhalb der benötigten Druckstufe. Bisher verwendete Verschraubungstechnik ist nicht mehr einsetzbar.